Eine Desktop-Anwendung für Remote-Busoperatoren — Echtzeit-Monitoring, Fahrzeugdaten und intelligentes Lademanagement auf einen Blick.
Über das Projekt
Autonome Busse sind keine Zukunftsmusik mehr — aber vollständig autonom zu fahren, das können sie noch nicht. In Ausnahmesituationen, bei unklaren Verkehrslagen oder technischen Problemen braucht es einen Menschen, der eingreift. BusAway ist die Brücke zwischen KI und Mensch: eine Desktop-Anwendung, mit der Operatoren einen autonomen Bus fernüberwachen und bei Bedarf die Kontrolle übernehmen können.
Das Interface wurde im Team konzipiert und bringt alle relevanten Informationen kompakt auf einen Bildschirm: Live-Position und Routenverlauf, Fahrgastmonitoring per Innenraumkamera, Fahrzeugtelemetrie sowie ein vollständiges Lademanagementsystem — inklusive Echtzeit-Auswahl und Vorab-Buchung von Ladestationen.
Features & Screens
Von der Live-Karte bis zu Ladestatistiken — jeder Screen löst ein konkretes Problem des Remote-Operators.
Der Startpunkt des Operators ist die Live-Karte. Sie zeigt die aktuelle Position des Busses in Echtzeit, den geplanten Routenverlauf sowie umliegende Infrastruktur. Sobald die KI in eine Situation gerät, die sie nicht selbst lösen kann — etwa unklare Baustellenführung, ein blockierter Fahrweg oder ein Notfall an Bord — wird der Operator direkt alarmiert und kann die Situation aus der Vogelperspektive einschätzen.
Die Routenansicht zeigt den vollständigen Linienverlauf des aktuellen Einsatzes: alle Haltestellen, ihre Reihenfolge und die verbleibende Distanz zu jedem Stopp. Der Operator kann auf einen Blick erkennen, wo der Bus im Tagesplan steht, welche Haltestellen noch ausstehen und ob Verzögerungen im Zeitplan entstehen. Diese Ansicht ist besonders relevant, wenn bei einer Weiterleitung oder Umleitung manuell in den Routenplan eingegriffen werden muss.
Der Bus-Daten-Bereich bündelt alle relevanten Fahrzeugtelemetriedaten auf einem Tab. Der Operator sieht auf einen Blick den aktuellen Akkustand, die Fahrzeuggeschwindigkeit, Temperaturen und weitere Betriebsparameter. Diese Informationen sind die Grundlage für fundierte Entscheidungen — etwa ob der Bus noch eine weitere Runde fahren kann oder unmittelbar zu einer Ladestation geleitet werden sollte.
Ein weiterer Tab im Bus-Daten-Bereich gibt Zugang zur Innenraumkamera. Der Operator kann live sehen, wer sich gerade im Bus befindet, ob alle Fahrgäste sicher sitzen und ob es an Bord Auffälligkeiten gibt. Gerade bei Notfällen — medizinischen Vorfällen, unruhigen Fahrgästen oder verdächtigen Situationen — ist diese Ansicht entscheidend, um schnell und gezielt reagieren zu können.
Der dritte Daten-Tab zeigt den Reifendruck aller vier Räder in Echtzeit. Das Interface unterscheidet klar zwischen normalem Betrieb und kritischen Werten: Bei niedrigem Reifendruck wechselt die Darstellung in einen Warnzustand mit visueller Hervorhebung des betroffenen Reifens. Der Operator kann so umgehend entscheiden, ob der Bus sicher weiterfahren kann oder sofort in eine Werkstatt oder Ladestation umgeleitet werden muss.
Der Operator kann den Bus jederzeit manuell zu einer Ladestation dirigieren. In der Kartenansicht werden alle verfügbaren Stationen in der Nähe angezeigt — mit Informationen zu freien Ladepunkten, Ladegeschwindigkeit und Entfernung. Nach der Auswahl wird die Route automatisch angepasst und der Bus navigiert eigenständig zur gewählten Station. Die Entscheidung liegt beim Menschen, die Ausführung übernimmt die KI.
Neben der spontanen Auswahl ermöglicht BusAway auch die Planung im Voraus. In der Listenansicht aller verfügbaren Ladestationen kann der Operator Zeitfenster reservieren — um sicherzustellen, dass der Bus nach einer langen Schicht garantiert einen freien Ladepunkt vorfindet. Die Buchungen werden zentral verwaltet und können jederzeit angepasst oder storniert werden.
Der Statistik-Bereich gibt einen historischen Überblick über alle Ladevorgänge des Fahrzeugs: geladene Kilowattstunden, durchschnittliche Ladezeiten, Häufigkeit und Kosten. Diese Daten helfen Flottenmanagern dabei, Lademuster zu analysieren, Ineffizienzen zu erkennen und den Einsatzplan des Busses langfristig zu optimieren. Aus einzelnen Einsätzen wird so wertvolles Wissen für den Betrieb.